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Trainieren mit Corona

Trainieren mit Corona

von Albert Glossner, 10. March 2020

Was bedeutet Corona für unsere Arbeit als Trainerinnen und Trainer? Welche Konsequenz hat dies für unsere Arbeit? Wie kann verantwortliches Handeln aussehen - zwischen Ignoranz auf der einen und Hysterie auf der anderen Seite?

Corona und die Trainingsbranche

Wir sind damit konfrontiert, dass nicht der Virus selbst, aber die Angst davor und die ergriffenen präventiven Maßnahmen viele Branchen massiv unter Druck setzen. Offensichtlich ist auch die Weiterbildungsbranche davon betroffen. Ich erlebe, dass einige Unternehmen ihre Mitarbeiter*innen nur noch beschränkt reisen lassen und insbesondere internationale Dienstreisen ausgesetzt werden. Noch bin ich selbst von keiner Stornierung / Verschiebung betroffen gewesen, ich vermute aber, dass dies nur eine Frage der Zeit ist.

Vergangene Woche hatte ich ein internationales Training, darunter war eine Teilnehmerin aus Griechenland. Am Freitag, dem letzten Trainingstag, hat sie mitgeteilt, dass ihr Arbeitgeber sie gebeten hatte, in der kommenden Woche zunächst zu Hause zu bleiben. Sie komme ja aus Deutschland - einem Risikogebiet. So wirkt Angst.

Unser Job im Training: das Thema ansprechen und den Umgang klären

Mittlerweile habe ich bereits mehrere Trainings durchgeführt, seitdem es auch in Deutschland Corona-Infektionen gibt. Bislang habe ich alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen ziemlich gelassen mit diesem Thema erlebt. Lediglich zu Trainingsbeginn erlebe ich eine Unsicherheit: Geben wir uns die Hand oder wie gehen wir hier mit dem Thema um? Dies hat mir deutlich gemacht, dass unser Job als Trainer*innen auch beinhaltet, mit diesem Thema kommunikativ voranzugehen und für einen gelassenen, aber verantwortlichen Umgang mit dem Thema zu sorgen.

Was wir wissen

Folgende Informationen über die Ansteckungsgefahr haben Bedeutung für die Trainingsarbeit: Offensichtlich ist Corona recht ansteckend, Infektionen erfolgen über Atemwege, insbesondere beim Husten und Niesen etc. Auf trockenen Gegenständen dagegen ist der Virus nur begrenzt lebensfähig – ich habe von einem Zeitraum von 2 Stunden bis maximal 10 Tagen gelesen. Die häufigsten Empfehlungen sind - neben regelmäßigem Händewaschen - ein Abstand von mindesten einem Meter zu anderen Personen, insbesondere wenn sie Anzeichen einer Erkältung aufweisen.

Meine Empfehlungen für das Training

Ausgehend von diesem Wissen über die Übertragungswege habe ich nun einige Dinge in meinen Trainings verändert:

  • Ich setze keinen Koosh-Ball oder andere Gegenstände zur Strukturierung von Blitzlicht oder Feedback mehr ein. Dass alle Teilnehmer*innen den gleichen Gegenstand kurz hintereinander berühren, ist ein kleines, aber unnötiges Risiko.
  • Noch mehr als bisher achte ich darauf, dass der Raum stets gut belüftet ist und die Teilnehmer*innen so sitzen können, dass sie genügend Abstand wahren.
  • Ich mache keine Aktivierungsspiele mehr, die irgendwelche Aktionen beinhalten, in denen sich die Menschen zu nahekommen.
  • Ich verzichte auf das morgendliche Händeschütteln, das je nach Kultur und Region üblich ist.
  • Nach wie vor nutze ich aber verschiedenste Lernmittel (Karten zur Gruppeneinteilung, gedruckte Materialen für Präsentationen und interaktive Erarbeitung o.ä.). Hier ist der Kontakt mit den Materialien eingeschränkt: von mir zu einem Teilnehmer oder einer Teilnehmerin und wieder zurück.
  • Normalerweise ermutige ich die Teilnehmenden im Training, sich jeden Tag einen neuen Sitzplatz zu suchen. Jetzt sage ich, dass es auch Vorteile haben kann, die gleiche Umgebung für mehrere Tage zu haben und überlasse jedem Teilnehmer und jeder Teilnehmerin die Entscheidung.
  • Und ich spreche Corona, die allgemeinen Empfehlungen und unseren Umgang damit, von Anfang an im Training an, um so für Sicherheit und Gelassenheit zu sorgen.

Mit diesen Empfehlungen, die ich in den letzten beiden Wochen Stück für Stück in meine Trainings integriert habe, bin ich stets auch auf positive Resonanz bei den Teilnehmenden gestoßen.

Unser Umgang bei abb-seminare

Was die Trainings anbelangt, die in unseren Räumen stattfinden, haben wir uns auf folgende Regelungen verständigt:

  • Alle bei uns tätigen Trainerinnen und Trainer befürworten die oben beschriebenen Hinweise für die Seminararbeit.
  • Wir verzichten bei abb-seminare bis auf weiteres auf jegliches Finger-Food in den Pausen.
  • Wir werden, so lange das Thema aktuell ist, mit unseren Storno-Regelungen flexibel umgehen und auch eine kurzfristige Verschiebung einer Seminarteilnahme ermöglichen.

Zum Schluss mein persönliches Statement

Ansonsten glaube ich, dass gerade jetzt unser Job als Trainer*in ist, gelassen zu bleiben und auch Gelassenheit zu kommunizieren. Nach meinem Eindruck ist zu viel Angst im Spiel.

Mit der neuen Erkrankung ist natürlich viel Unwissenheit verbunden und dies bietet den Boden für Angst. Verständlich und richtig finde ich das Bestreben, die Ausbreitung zu verlangsamen, um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. Und auch wenn ich persönlich eine Infektion nicht fürchte, sehe ich meine Verantwortung, eine Infektion möglichst nicht an gefährdete Risikogruppen weiterzugeben.

Was ich also tue: Ich wasche mir noch regelmäßiger die Hände und setze mich in der U-Bahn nicht unbedingt neben triefende Nasen. Ansonsten schaue ich darauf - und diesen Aspekt vermisse ich in der ganzen Diskussion - dass mein Immunsystem gut ist und gut bleibt. Also bewege ich mich viel, ernähre mich gut, schlafe ausreichend, meditiere regelmäßig und schaue, dass ich gut drauf bin. Das sehe ich auch als Teil meiner Verantwortung als Trainer, der relativ viel Kontakt zu Menschen hat.

Mein Fazit: lasst uns auf achtsame Weise einen verantwortlichen Weg mit dieser Herausforderung finden.


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