von Melanie Jahn, 28. Mai 2025
Du planst ein Seminar und willst glasklare, praxisnahe Lernziele formulieren? Dann kann dir KI – zum Beispiel ChatGPT – eine echte Hilfe sein. Aber nur, wenn du weißt, wie du sie ansprichst. Willkommen in der Welt des Promptens – also der Kunst, kluge Fragen an die KI zu stellen.
Gerade bei der Zielformulierung macht das einen echten Unterschied. Denn gute Lernziele sind das Fundament deines Trainings: Sie geben dir und deinen Teilnehmenden Orientierung, Fokus und Klarheit – hier zeige ich dir schon mal, wie du starten kannst.

Stell dir vor, du fragst eine Kollegin um Rat. Du würdest ihr auch nicht einfach nur sagen: „Was wären gute Ziele?“ Sondern: „Ich mache ein Online-Seminar mit Trainer*innen, die ersten Erfahrungen mit KI haben. Thema ist: Wie kann ChatGPT in der Seminarplanung helfen.“
So ähnlich funktioniert das auch mit KI. Dein Prompt könnte lauten:
„Formuliere drei Lernziele für ein Online-Seminar für freiberufliche Trainerinnen, die lernen möchten, wie sie ChatGPT zur Planung ihrer Seminare nutzen können. Die Teilnehmenden haben erste Erfahrungen mit KI.“
Je konkreter dein Wunsch, desto besser die Antwort. Statt nur „gute Ziele“, formuliere lieber:
„Bitte formuliere drei SMARTe Lernziele, handlungsorientiert und praxisnah, im Stil der Erwachsenenbildung.“
Tipp: Begriffe wie „aktivierend“, „anwendungsbezogen“ oder „im Stil der abb-Methodik“ helfen der KI, deinen Ton zu treffen.
Die KI liefert dir eine gute Basis – aber du bist die didaktische Expertin bzw. der Experte. Frag dich:
Wenn nicht: Probiere es noch einmal – mit einem präzisierten Prompt:
„Bitte überarbeite Ziel 2 so, dass es stärker auf Selbstwirksamkeit und konkrete Handlung abzielt.“
Ein Beispiel zum Ausprobieren:
„Ich plane ein 3-stündiges Präsenztraining mit 12 Trainer*innen zum Thema ‚Methodenvielfalt im digitalen Raum‘. Bitte formuliere drei Lernziele im Stil der Arbeitsgemeinschaft Bildung und Beruf, praxisorientiert und handlungsnah.“
Gute Prompts sind keine Raketenwissenschaft – aber sie machen den Unterschied. Wenn du klar formulierst, was du brauchst, bekommst du von der KI nicht nur Input, sondern echte Entlastung in deinem Trainer*innenalltag.
Also: Trau dich, probier’s aus – und nutze KI als Sparringspartner auf Augenhöhe.
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