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Trainerleitfaden: Eine Vorlage für deine Seminarplanung

von Albert Glossner, 08. Januar 2024

Test 2

Hier findest du weitere Informationen, welchen Nutzen dir ein Trainerleitfaden bietet und wie du mit dieser Vorlage arbeiten kannst.

Warum mit einem Trainerleitfaden arbeiten?

Zugegeben: die Erstellung eines Trainerleitfadens ist eine aufwändige Arbeit. Viele Trainer arbeiten auch ohne dieses Arbeitsmittel. Es gibt aber einige Argumente, die für den Einsatz eines Trainerleitfadens sprechen:

  • Qualität der Vorbereitung: Die Arbeit mit einem Trainerleitfaden zwingt mich, das eigene Training im Detail zu durchdenken. Dies bedeutet sich im Vorfeld klar zu machen, was sind genau meine Ziele, welche Methoden setze ich wann ein, welche Zeit ist nötig, wie komme ich mit der gegebenen Zeit aus, wie setze ich meine Prioritäten?
  • Orientierung in der Durchführung: Natürlich weiche ich in der Durchführung des Trainings von meiner Planung ab. Dies muss ich sogar tun, um den Fragen und dem Lernbedarf meiner konkreten Teilnehmer vor Ort gerecht zu werden. Der Blick auf den Trainerleitfaden gibt mir aber eine wichtige Information: Bin ich zu schnell? Oder muss ich mehr auf das Tempo drücken? Hier arbeite ich auch stets mit Optionen: Ich überlege im Vorfeld, welche Inhalte ich kürzen oder erweitern kann und setze gegebenenfalls auch methodische Alternativen ein, die mehr oder weniger Zeit benötigen.
  • Nachbereitung: In jedem Training geht es mir so, dass ich neue Ideen entwickle. Dies beinhaltet sowohl inhaltliche Anregungen, die ich von den Teilnehmern erhalte, als auch methodische Varianten, die sich aus der Arbeit ergeben haben. Wenn ich diese unmittelbar nach der Durchführung des Trainings in den Trainerleitfaden übernehme, stelle ich sicher, dass sie auch bei der Vorbereitung des nächsten Trainings mir zur Verfügung stehen.
  • Teamteaching: Ein Trainerleitfaden ist eine gute Grundlage, um die gemeinsame Durchführung eines Trainings vorzubereiten und abzusprechen. Es gibt ja die unterschiedlichsten Modelle der Zusammenarbeit von zwei Trainern – sinnvoll ist in jedem Fall vorab die Frage zu klären: Wer macht was?
  • Einheitlichkeit in der Durchführung: Sobald mehrere Trainer das gleiche Training geben, stellt sich die Frage, inwieweit verschiedene Trainerim gleichen Training auch das Gleiche vermitteln. Hier stellt ein Trainerleitfaden zumindest ein Mindestmaß der Einheitlichkeit sicher.
  • Vertretung und Einarbeitung: Sowohl in der Situation, wenn eine anderer Trainerin mein Training in Vertretung übernimmt, als auch wenn es darum geht, jemanden in ein neues Training einzuarbeiten, ist ein Trainerleitfaden eine hilfreiche Grundlage.

Fazit: Wenn klar ist, dass ich das gleiche Training mehrfach halte, lohnt sich die Arbeit, einen Leitfaden zu erstellen. Gleiches gilt, wenn mehrere Trainerinnen zusammenarbeiten und/oder sich vertreten sollen.

Wie du die Vorlage zum Trainerleitfaden nutzt

Die Vorlage, die weiter unten für dich zum Download bereit steht, nutzen wir auch in unserer Trainerausbildung. In dieser Vorlage spiegeln sich die drei Schritte wider, die wir zu Trainingsplanung empfehlen.

Der erste Schritt ist, die wesentlichen Lernziele des Trainings zu erarbeiten. Hier empfehlen wir, mit etwa 4-6 Zielen zu arbeiten.

Die Lernziele kannst du in das Tabellenblatt „Seminarkonzept“ übernehmen.

Der zweite Schritt ist, ausgehend von der Zielsetzung und dem zeitlichen Format, eine Grobplanung mit mehreren Seminareinheiten (Modulen) zu entwickeln. Jedes Modul umfasst eine Einheit von 30 min bis 3 Stunden, meist 1-1,5 Stunden. Ein Training kann, je nach Dauer, 3, 4, 5, 6, 7 oder noch mehr Module enthalten. Für Erarbeitung dieser Grobplanung ist für viele Trainer Mindmapping als Arbeitsweise sehr hilfreich.

Auch dieses Arbeitsergebnis kannst du in das Tabellenblatt „Seminarkonzept“ übernehmen. An dieser Stelle empfiehlt sich, für jede Seminareinheit (Modul) ein Lernziel zu formulieren.

Nun werden Module und Lernziele automatisch auf die folgenden Tabellenblätter übertragen und jedes weitere Tabellenblatt steht für eine eigene Seminareinheit. In dem dritten Schritt geht es darum, die Feinplanung für jede Seminareinheit / Modul zu erarbeiten.

Andere Vorlagen

Natürlich steht es dir frei, diese Vorlage auf deine eigene Situation anzupassen. Andere Leitfäden arbeiten teilweise mit anderen Spaltenbezeichnungen. Wie auch immer ein Trainerleitfaden genau aufgebaut ist, wesentliches Prinzip ist, Zeit, Inhalte, Methoden und Materialien in Form einer Tabelle zu dokumentieren und dadurch das eigene Training konsequent zu überdenken.

Viele Trainer*innen arbeiten mit Word-Vorlagen. Der Vorteil einer Excel-Mappe ist, dass Veränderungen der Dauer einer einzelnen Trainingssequenz sich über die eingesetzte Formel gleich auf alle folgenden Uhrzeiten auswirkt.

Der Einsatz des Trainerleitfadens in der Trainerausbildung

Im Modul Seminare designen unserer Trainerausbildung lernst du, wie du ein eigenes Training konzipierst und dabei zielgerichtet und effizient vorgehst. Du arbeitest in diesem 4-tägigen Modul an einem eigenen Trainingskonzept. Dabei nutzt du die Vorlage und erhältst zu jedem Arbeitsschritt eine Vielzahl von Hinweisen, Tipps und individuelle Rückmeldung zu deinem Arbeitsergebnis.

In der Trainerausbildung als Akademie sind alle Module der Trainerausbildung auf drei Wochen konzentriert. Auch hier erarbeitest du ein eigenes Trainingskonzept. Grundlage für deine Zertifizierung als Trainer*in ist die Erarbeitung, Präsentation und teilweise Durchführung deines Trainingskonzepts. Wesentliches Arbeitsmittel dafür ist der Trainerleitfaden.

Trainerleitfaden in einer Excel Tabelle im Überblick

Hier kannst du dir direkt den Trainerleitfaden als Excel-Tabellenvorlage kostenfrei herunterladen:
Trainerleitfaden-Vorlage

Viel Erfolg beim Ausprobieren! Wir freuen uns über deine Erfahrungsberichte.


Weitere Modelle und Tipps zum Seminare planen und strukturieren lernst du im Modul Seminare designen unserer Trainerausbildung.

  • Du lernst abwechslungsreiche Trainings zielorientiert zu konzipieren.
  • Du lernst, wie du die Zielsetzung deines Trainings präzise formulierst, eine inhaltliche Grobstruktur erarbeitest und auf dieser Grundlage einen detaillierten Trainerleitfaden entwickelst.
  • Die Arbeit an deinem eigenen Seminarkonzept stellt die direkte Übertragung auf deine Praxis sicher.
  • So erweiterst du dein methodisches Repertoire und gewinnst Sicherheit bei der Planung und Durchführung abwechslungsreicher Trainings und Seminare.

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