Systemische Aufstellungen 2.0 – Matthias Varga von Kibéd kommt nach Pößneck

Systemische Aufstellungen mit Varga von Kibédvon Christian Rosenblatt

Vor nunmehr 23 Jahren besuchte ich mein allererstes Aufstellungsseminar. Die Aufstellungs-Methode war damals noch nicht sehr verbreitet und fast alle, die diese Arbeit durchführten, machten „Familienstellen nach Hellinger.“ Mir ging es damals wie den meisten, die zum ersten Mal eine Aufstellung erleben: Ich war fasziniert von den überraschenden Fügungen und erstaunlichen Einsichten, die durch diese Arbeit möglich wurden.

Und weil vieles so magisch aber auch unerklärlich war, glaubte ich zunächst einfach alles, was die Aufstellungsleiter an Erklärungen lieferten.

Erst später merkte ich, dass vieles, was uns als Wahrheit verkauft wurde, einfach nur Interpretationen der Aufstellungsleiter waren. Ich glaubte jedoch, dass ich diese für mich oft sperrigen Vorannahmen akzeptieren müsste, damit Aufstellungsarbeit funktionieren kann. Und kam damit in einen inneren Konflikt: Denn als NLP-Trainer war ich damals schon davon überzeugt, dass es immer mehr als nur eine richtige Wahrheit gibt.

Aufstellungsarbeit für neue Perspektiven

Als ich dann im Jahre 2001 Matthias Varga von Kibéd und seine Frau Insa Sparrer erstmals bei ihrer Arbeit erleben durfte, wurde mir bewusst, welchem Irrtum ich zuvor aufgesessen war. Denn nun wurde mir klar: genau wie NLP kann auch Aufstellungsarbeit dem Klienten neue zusätzliche Perspektiven und Handlungsoptionen eröffnen, statt ihm irgendwelche Weltbilder aufzudrücken.

Aufstellung ist wie eine Metapher, aus der das Unterbewusstsein des Klienten die für ihn stimmigen Rückschlüsse ziehen kann. Matthias und Insa belassen die Deutungshoheit beim Klienten. Auch sind im Gegensatz zu vielen Aufstellungsleitern „nach Hellinger“ bei Matthias und Insa Aufstellungen nicht zwingend schwer und ernst, sondern oftmals leicht und spielerisch. Gleichzeitig sind sie hochwirksam und nicht weniger faszinierend als das, was ich früher erlebt und beobachtet hatte.

Matthias Varga von Kibéd in Aktion

Matthias ist Professor für Wissenschaftstheorie an der Uni München. So ist es kein Wunder, dass die Systemischen Strukturaufstellungen (SySt) – wie die beiden Ihre Arbeit getauft haben – philosophisch und erkenntnistheoretisch fundiert daherkommen. Zwischen den Aufstellungen präsentiert Matthias die entsprechenden Hintergründe. Von Wittgenstein hin zu Milton Erickson spannt er seine inhaltlichen Bögen.

Er ist ein wandelndes Lexikon und trägt die komplexesten Inhalte so leichtfüßig und unterhaltsam vor, als wäre es ein Spaziergang. Gleichzeitig skribbelt er Dutzende von Flips mit lustigen Comicfiguren, die das Erläuterte illustrieren. Matthias ist einer der wenigen Menschen, die gleichzeitig zeichnen und eloquente Vorträge halten können. Ihn bei seiner Arbeit zu beobachten ist ein echtes Erlebnis: lehrreich, unterhaltsam und bewegend.

Ich bin sehr glücklich, dass Matthias meiner Einladung gefolgt ist und wir ihn am 19. und 20. Juni diesen Jahres bei uns in Pößneck zu Gast haben. Lasst Euch dieses Erlebnis nicht entgehen. Ich freue mich darauf, Euch bei dieser besonderen Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Neuer Termin: 27.+28. März 2019

Hier erfährst du mehr zum Workshop und kannst dich anmelden.


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