Jeder kann zeichnen!

Jeder kann zeichnen!

von Marion Kellner-Lewandowsky

„Kreativität ist die Währung der Zukunft“ sagt Andreas Gärtner in seinem sehr inspirierenden Eröffnungsvortrag auf dem diesjährigen DGSL-Kongress, dem jährlichen „Klassentreffen“ der SuggestopädInnen und Suggestopädie-Interessierten.

 

 

Genau daran anzuknüpfen und auch denjenigen das einfache Visualisieren am Flipchart zu vermitteln, war mein Anliegen im Workshop am Samstag. Mutig habe ich behauptet „Jeder kann zeichnen“ und es haben sich zahlreiche Mutige der Herausforderung gestellt.

In einer ersten Visualisierungsübung waren die Teilnehmer in Paaren aufgefordert, ihre eigenen alten Überzeugungen zum Zeichnen zu erkunden und in „ihren Köpfen“ darzustellen. Überrascht schauten alle auf die Ergebnisse der ersten Übung. Das soll schon visualisieren sein?

In einer anfängergerechten Vorstellung von Material und dessen Einsatz erhielten die Teilnehmer hilfreiche Tipps – von der richtigen Haltung des Stiftes über Lagerung, Transport bis zu schnellen Auffüllhilfen „erlahmender“ Stifte.

Beim Visualisieren geht es darum, mit einfachen Strichen Ideen darzustellen. Es geht nicht um das Produzieren von Kunst oder detailgetreuen Darstellungen. Deshalb kommen beim Visualisieren einfache, reduzierte Bildsymbole zum Einsatz, die – so behaupte ich – jeder zeichnen kann, der in der Lage ist, einen Stift zu halten und zu schreiben. Aus einfachen Grundformen, wie Welle, Kreis, Linie und Viereck, werden einfache Symbole aufs Papier „gezaubert“.

Die Teilnehmer im Workshop fanden schnell Gefallen daran, die einfachen Grundformen in den Bildsymbolen zu erkennen und mit locker-dynamischem Strich Glühbirnen, Schirme, Wege, Tiere und mehr zu zeichnen. An den begeisterten Gesichtern erkannte ich, dass die Begeisterung in ihnen wieder geweckt war. Und genau das ist eines der wichtigsten Voraussetzungen zum Visualisieren: wieder „kindliche“, kritikfreie Freude daran zu haben.

Als Höhepunkt des Workshops erprobten wir uns gemeinsam an einer Methode, welche ich ausführlicher im Flipchart-Training bei abb-seminare vorstelle: dem systematischen Ermitteln von Bildideen. Dabei geht es darum, nach festen Grundmustern (Methoden) Bildideen zu erstellen. Die einfachste Methode ist dabei: das Wort zu schreiben und einen Rahmen darum zu malen. Aufwendiger wird es, mit der Methode zwei passende Bildsymbole zu einer Bildidee zu verschmelzen.

Zum Üben waren die Teilnehmer aufgefordert, Schlüsselwörter einzubringen, zu denen wir Bildideen entwerfen wollten. Unsere Herausforderungen lauteten dann: Bücherregal, Trainerleitfaden, Arbeitsfreude und – ganz sportlich –  Kommissionierungsmethodik.  Gemeinsam erprobten wir die Methoden zu Bildideen und waren beeindruckt von der Unterschiedlichkeit und Klarheit, die sich in den Bildern der Teilnehmer widerspiegelten.

Zum Abschluss waren alle aufgefordert, ihre neuen Erkenntnisse zum Zeichnen und Visualisieren zu visualisieren. Voller Malfreude brachten nun alle ihre Eindrücke mit kleinen Symbolen und Bildideen aufs Papier.

Für alle, die dabei waren, oder alle Neugierigen gibt es hier das Fotoprotokoll vom Workshop. Diejenigen, die auch gern ihre Visualisierungsfähigkeiten hervorlocken oder weiter schärfen wollen, sind herzlich eingeladen, in meine Flipcharttrainings hier bei abb-seminare zu kommen. Dort gibt es dann noch mehr Tipps und Tricks und gaaaaanz viel Gelegenheit zum praktischen Üben.

Ich freu mich auf Euch.

Herzliche Grüße

Marion


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2 Kommentare zu “Jeder kann zeichnen!”

  1. Lena

    Habe an dem WS von Marion teilgenommen und bin nun überzeugt, dass ich zeichnen kann! Danke! Werd jetzt einfach üben!

    Antworten
    • Marion

      Liebe Lena, das freut mich wirklich sehr. Zum Üben gibt es auch auf den kommenden abb-Impulstagen die nächste Gelegenheit. Da werde ich einen weiteren Workshop zum Entwickeln von Bildideen anbieten.
      Herzliche Grüße von Marion

      Antworten

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