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Konzept der Verständlichkeit

Das Konzept der Verständlichkeit – für wirksame Vorträge und Präsentationen

von Albert Glossner, 29. April 2015

Wer kennt das nicht? Eigentlich ist das Thema interessant. Aber es gelingt mir nicht, dem Vortragenden zuzuhören? Oder ich stelle fest, dass ich beim Lesen eines Textes immer wieder abschweife?

Das Konzept der Verständlichkeit bietet hier eine wertvolle Hilfe. Die Frage hier ist: wie werden Texte leichter verständlich?

Eine Gruppe von Forschern rund um den Hamburger Psychologen Langer hat schon in den 70er Jahren dazu geforscht und ein Konzept entwickelt. Demnach gibt es vier Kriterien, die zur Verständlichkeit beitragen:

  1. Einfachheit
  2. Gliederung / Ordnung
  3. Kürze / Prägnanz
  4. Anregung

Zu den Kriterien im Einzelnen:

Einfachheit

Einfachheit bezieht sich auf die Wortwahl und den Satzbau, also auf die sprachliche Formulierung: Geläufige, anschauliche Wörter sind zu kurzen, einfachen Sätzen zusammengefügt. Treten schwierige Wörter auf (Fremdwörter, Fachausdrücke), so werden sie erklärt.

Dabei kann der dargestellte Sachverhalt selbst einfach oder schwierig sein – es geht nur um die Art der Darstellung. Dabei bildet Einfachheit einen Pol der Skala, Kompliziertheit den anderen:

Aus diesem Hintergrund gilt die dringende Empfehlung an alle Präsentierenden, stets frei zu sprechen: das gesprochene Wort ist einfacher als das geschriebene.

Gliederung / Ordnung

Dieses Merkmal bezieht sich auf die innere Ordnung eines Textes. Damit ist gemeint, gibt es auf einander folgende Abschnitte, bleibt der rote Faden sichtbar, und ist Wesentliches von Unwesentlichem gut unterschieden?

Gerade Visualisierungen sind in Vorträgen ein äußerst hilfreiches Mittel, um Übersichten und Gliederungen zur Verfügung zu stellen.

Kürze / Prägnanz

Steht die Länge des Textes in einem angemessenen Verhältnis zum Informationsziel? Eine knappe, gedrängte Ausdrucksweise bildet das eine Extrem, eine ausführliche und weitschweifige das andere.

Texte werden dann verständlich, wenn sie auf das Wesentliche beschränkt sind, wenn das vermittelt wird, was zur Erreichung des Lernzieles nötig ist. So kurz wie möglich, zu lang wie nötig ist die Empfehlung. Gerade Trainings mit einer hohen Teilnehmerbeteiligung zeichnen sich dadurch aus, dass Präsentationen auf kurze Phasen (optimalerweise nicht länger als 20 min) beschränkt sind. Danach ist eine andere Lernaktivität nötig.

Anregende Zusätze

Dieses Merkmal bezieht sich auf anregende „Zutaten“, mit denen ein Schreiber oder Redner bei seinem Publikum Interesse, Anteilnahme, Lust am Lesen oder Zuhören hervorrufen will.

Zum Beispiel: Ausrufe, wörtliche Rede, rhetorische Fragen zum „Mitdenken“, lebensnahe Beispiele, direktes Ansprechen des Lesers, Auftritt von Menschen, Reizwörter, witzige Formulierungen, Einbettung der Information in eine Geschichte.

Und aus der Gehirnforschung ist bekannt: das menschliche Gehirn ist optimal dafür geschaffen, Informationen zu behalten, die in Geschichten, Interaktionen und sozialen Kontexten eingebunden sind.

Die letzten beiden Kriterien, Kürze und anregende Zusätze stehen nun im Konflikt miteinander. Wenn ich eine Information in eine Geschichte einbinde, dann wird der Text notwendigerweise länger. Hier gilt also, eine Balance von beiden Faktoren zu finden.

Insgesamt sind diese vier Kriterien (Einfachheit, Gliederung, Kürze, Anregung) sowohl für schriftliche Texte als auch für Vorträge und Präsentationen eine wertvolle Leitlinie.


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