Workshop Spiele: 33 Aktivierungen für mehr Energie im Seminar

Workshop Spielevon Albert Glossner

Aktivierungsübungen, Workshop Spiele, Auflockerungsspiele, Energyzer, Energieaufbau, Aktivierung … Mit diesen Begriffen meinen viele Trainer das Gleiche: kurze, aktivierende, häufig mit Bewegung verbundene Übungen.

Bereits von einiger Zeit haben wir unsere 10-Top-Aktivierungsübungen zusammegestellt. Aufgrund der positiven Resonanz haben wir diese ergänzt und stellen nun die TOP 33 Workshop Spiele der abb-seminare vor.

Außerdem geben wir Ihnen ein paar grundlegende Tipps für den Umgang mit Workshop Spielen im Seminarkontext an die Hand.

Workshop Spiele können folgende Ziele haben:

  • sie lockern das Training / Seminar auf,
  • bringen den Kreislauf in Gang,
  • bringen Teilnehmer in einen guten Zustand,
  • fördern die Atmosphäre in der Gruppe durch Lachen, Spaß und gemeinsames Erleben,
  • fokussieren die Aufmerksamkeit der Teilnehmer nach einer Pause wieder auf eine gemeinsame Tätigkeit,
  • sie vermitteln nebenbei für das Lernen förderliche Suggestionen, wie z.B.: „hier ist es in Ordnung, nicht perfekt zu sein“ oder „hier darf man auch mal Fehler machen“.

Unser Tipp: Um eine Akzeptanz von Workshop Spielen bei den Teilnehmern zu erreichen, empfiehlt es sich, zu Beginn den Einsatz dieser Aktivierungsübungen kurz zu begründen und bei der Auswahl geeigneter Übungen sorgfältig vorzugehen. Dies bedeutet, mit eher „harmlosen“ Übungen zu beginnen und je nach Resonanz der Gruppe den Spaßfaktor schrittweise zu steigern. Je mehr es gelingt, einen Bezug der Übung zum Thema oder zur folgenden Lernaktivität („… für folgendes Thema benötigen wir viel Aufmerksamkeit und Konzentration, dazu eine kleine Übung….“) herzustellen, desto größer die Akzeptanz.

Unsere TOP 33 Workshop Spiele

Am Ende dieses Artikels können Sie sich alle 33 Workshop Spiele auch kostenlos als PDF downloaden!

Workshop Spiele 1: Zwölf  Monate

Alle stehen im Kreis. Der Trainer erläutert, dass es lange und kurze Monate gibt. „Januar ist lang, Februar kurz, März lang, und so weiter …“

„Nun werden wir diese gemeinsam sprechen und dies jeweils mit einer kleinen Bewegung unterstützen: Bei einem langen Monat machen wir uns lang, bei einem kurzen Monat kurz“  – Trainer macht vor.

Dann gemeinsam starten, laut und deutlich sprechen…

Workshop Spiele 2: Klatschen weitergeben

Alle stehen im Kreis. Ein Klatschen wird im Kreis weitergegeben.

  • Variante 1: mit stets steigernder Geschwindigkeit
  • Variante 2: ein zweites Klatschen verfolgt das erste Klatschen
  • Variante 3: Doppelklatschen bedeutet Richtungswechsel

Workshop Spiele 3: Mond und Satellit

Alle Teilnehmer stehen im Kreis. Jeder Teilnehmer sucht sich gedanklich einen anderen Teilnehmer aus, der für ihn sein „Mond ist“. Gleichzeitig ist jeder Teilnehmer auch Satellit. Auf ein Zeichen des Trainers geht es nun darum, möglichst schnell als Satellit seinen Mond drei Mal zu umkreisen.

Workshop Spiele 4: Chaos hoch drei

Alle stehen im Kreis. Anzahl der Teilnehmer ist n. Zunächst werden Zahlen von 1 bis n vergeben und dadurch eine Reihenfolge festgelegt. Diese wird wiederholt, bis der Ablauf (jeder kommt einmal dran) stabil steht.

In der nächsten Runde werden Farben vergeben. Wichtig ist: jede Farbe nur einmal, jeder erhält eine Farbe. So entsteht auch hier eine Reihenfolge. Wenn dieses einmal wiederholt ist, füge ich als Trainer die Zahlen hinzu, so dass Reihenfolge Zahlen und Reihenfolge Farbe gleichzeitig ablaufen.

Wenn dies stabil läuft, sage ich Stopp und führe den Positionswechsel ein: ich gehe zu einem Teilnehmer, tippe den an und nehme seinen Platz ein. Der geht zu einem anderen Teilnehmer, der wieder zu einem anderen, bis auch hier eine Reihenfolge installiert ist. Sobald diese stabil läuft, nehme ich wieder Farbe und Zahl hinzu.

Workshop Spiele 5: Oma Löwe Samurai

Es werden zwei Teams gebildet. Die knobeln gegeneinander, wobei sich ein Team immer gemeinsam auf ein Symbol einigen muss.

Es gibt:
Löwe (Hände zu Krallen geformt, ein Schritt nach vorne, Löwengebrüll)
Samurai (schlägt mit Schwert zu und macht „Ha“)
Oma (erhobener Zeigefinger, tippelt nach vorne, macht „Dudududu“)

Die Regeln sind:
Löwe frisst Oma
Samurai schlägt Löwe Kopf entzwei
Oma schimpft Samurai

Anschließend spielen beide Teams z.B. 5 Runden gegeneinander.

Workshop Spiele 6: Die drei Gebärden des Zen

TN stehen im Kreis. TN sagt „A“ und hält sich die Hand quer über den Kopf. Je nachdem, wo die Fingerspitzen hindeuten (rechts oder links) antwortet der rechte oder linke Nachbar „Wer?“ TN 1 antwortet „Du“ und zeigt dabei auf einen dritten TN im Kreis. Dieser setzt das Spiel fort.

Workshop Spiele 7: Meteoritenschwarm

(„Der Kunde stört immer“)

Die Teilnehmer stehen im Kreis. Sie beginnen, indem Sie einem Teilnehmer A einen Ball zuwerfen, möglichst jemanden, der Ihnen gegenübersteht. Dieser wirft ihn zu Teilnehmer B, B wirft ihn nun zu C etc., bis jeder (nur) einmal einen Ball erhält. Bevor die Übung losgeht, informieren Sie die Gruppe, dass sich jeder merken soll, wem er den Ball zugeworfen hat und von wem er ihn bekommen hat. Wer den Ball weitergegeben hat verschränkt die Arme, so dass jeder den Ball nur einmal erhält.

Nachdem die erste Runde gelaufen ist, lohnt es sich, noch eine zweite anzuschließen, denn es gibt immer wieder Teilnehmer, die noch nicht mitbekommen haben, dass es wichtig ist, immer die gleiche Reihenfolge beizubehalten.

Nun geht es richtig los. Es beginnt wie oben, doch bald darauf werfen Sie einen zweiten Ball in die Runde, dann den dritten usw. Dabei bleibt die Reihenfolge immer gleich. Wenn es gut läuft, entsteht ein richtiger Rhythmus. Aber natürlich lässt mal jemand den Ball fallen – dann ist der Rhythmus wieder unterbrochen.

Workshop Spiele Varianten:

Oben beschriebenes Vorgehen kann auch als „Prozessablauf“ definiert werden. Wenn der Prozess steht, kann ein zweites Element hinzugenommen werden, d.h. ein andersfarbiger Ball – der Kunde, nach dem Motto: „Der Kunde stört immer“.

Als drittes Element kommt dann die gewerkschaftlich vereinbarte Pause hinzu – ein Glas Wasser, das im Kreis herumgereicht wird.

Workshop Spiele 8: Eine Ente

Alle sitzen im Kreis. Der Trainer beginnt: „ Eine Ente mit zwei Beinen springt ins Wasser: plitsch“. Der nächste Teilnehmer: „Zwei Enten mit vier Beinen springen ins Wasser: plitsch platsch“. Dann: „Drei Enten mit sechs Beinen springen ins Wasser plitsch platsch plitsch“, usw., bis die Runde vollendet ist.

Workshop Spiele 9: Gleichseitige Dreiecke

Zunächst wird erläutert, was ein gleichseitiges Dreieck ist: Ein Dreieck mit 3 gleich langen Seiten. Dann sucht sich jeder TN zwei weitere TN aus, ohne deutlich zu machen, wen er ausgesucht hat. Nun beginnt die Aufgabe: Bilde, in dem du dich im Raum bewegst, ein gleichseitiges Dreieck mit den beiden Personen, die du gewählt hast.

Auswertung: Parallele zur Selbstorganisation von Systemen kann gezogen werden.

Workshop Spiele 10: Dies ist mein Knie

Alle Teilnehmer sitzen im Kreis. Trainer beginnt. „Dies ist mein Knie“ und zeigt auf Ellebogen. Nächster Teilnehmer im Kreis sagt „Dies ist mein Ellebogen“ und zeigt auf anderes Körperteil. Nächster TN im Kreis benennt das vorher gezeigte Köperteil und zeigt auf ein anderes. Usw. Dies zwei Runden lang spielen.

Workshop Spiele 11: Bis 20 zählen

Die Gruppe erhält die Aufgabe, von 1 bis 20 durchzuzählen, wobei keine feste Reihenfolge ein-gehalten werden darf. Sobald 2 Teilnehmer die gleiche Zahl gleichzeitig sagen, muss neu gestartet werden.

Workshop Spiele 12: Umschubsen

Etwa jeweils gleich große Paare stehen sich gegenüber, suchen einen sicheren Stand, Handflächen auf gleicher Höhe gegenüber und versuchen nun sich gegenseitig, durch Drücken oder Schubsen so aus dem Gleichgewicht zu bringen, dass die Standposition verändert werden muss.

Workshop Spiele 13: Eisenbahn und Schranke

Hier geht es um Rhythmus und Konzentration. Alle sitzen im Kreis. Eine Eisenbahn fährt im Kreis („Tsch – Tsch – Tsch – Tsch“). Trainer achtet darauf, dass ein möglichst gleichmäßiger Rhythmus entsteht.

Als zweites Element kommt die Schranke hinzu („Ping – Ping – Ping – Ping“). Die Schranke wird durch zwei hochgehobene Zeigefinger dargestellt, die sich mit dem Ping jeweils senken, dann kommt der Zug, dann gehen die Zeigefinger wieder hoch.

Hilfreich ist, dass diese Bewegungsabfolge alle einmal gleichzeitig machen. Die Herausforderung ist nun, das ganze so zu koordinieren, dass der Zug im Kreis herum fährt.

Als drittes Element kann dann noch der ICE eingesetzt werden. Er fährt mit einem „Wuuusch“ einfach anders herum.

Workshop Spiele 14: Elefantenspiel

Alle stehen im Kreis, ein TN in der Mitte, zeigt auf einen TN (X) im Kreis und sagt zum Beispiel: “Elefant“. Der TN X macht einen Elefantenrüssel mit seinen Armen und die beiden TN, die rechts und links von ihm stehen (A und B), machen die Ohren.

Wer etwas falsch macht oder nicht schnell genug reagiert, muss in die Mitte und der aus der Mitte kann in den Kreis.

Man fängt mit drei Varianten an, danach erklärt man die nächsten drei, dann die nächsten drei, so dass man erst drei, dann sechs, dann neun, dann zwölf usw. Varianten zur Auswahl hat.

  1. Elefant X macht den Rüssel, A und B die Ohren
  2. Ente X – Entenschnabel mit Armen, A und B wackeln mit dem Hintern
  3. Wal X Kopf in Nacken und nach oben blasen, A + B machen Flossen mit den Händen
  4. Känguru X macht mit Armen einen Beute, A + B springen auf und ab
  5. Toaster A + B halten sich an den Händen, X springt innerhalb der Arme von A + B hoch
  6. Kuckucksuhr X ruft Kuckuck und stößt mit dem Kopf nach vorne, A + B machen Pendel mit dem rechten Arm
  7. Waschmaschine X reibt sich den Bauch, A + B schleudern (Bauchtanzbewegung)
  8. Känguru II macht mit den Armen einen Beutel, A + B kotzen rein
  9. Kamel X beugt sich nach vorne, A + B machen Höcker auf seinem Rücken
  10. Palme X nimmt beide Arme nach oben, A + B einen Arm nach oben, wedeln

Workshop Spiele 15: Leipziger Messe

1. Runde

Alle sitzen im Kreis, ich beginne und sage zu meinem linken Nachbarn

Ich: „Ich war gestern auf der Leipziger Messe.“

B: „Und, hast du mir was mitgebracht?“

Ich: „Ja, eine Säge“ – und mache dazu eine Sägebewegung mit dem rechten Arm- den ich vor und zurück bewege. Das behalte ich nun die ganze Zeit bei.

B wendet sich an seinen linken Nachbarn C:

B: „Ich war gestern auf der Leipziger Messe.“

C: „Und, hast du mir was mitgebracht?“

B: „Ja, eine Säge“ – und macht die Sägebewegung mit dem rechten Arm usw.

Es pflanzt sich also durch die ganze Runde fort, bis alle sägen und der letzte wieder bei mir landet.

2. Runde

Ich sage dann zu B: „Ich war gestern wieder auf der Leipziger Messe.“

B: „Und, hast du mir wieder was mitgebracht?“

Ich: „Ja, einen Fächer“ – und mache fächelnde Bewegungen mit der linken Hand.

Das in Kombination mit dem rechten sägenden Arm wird schon schwierig und sieht ungeheuer komisch bis dämlich aus (was dabei rauskommt). Es geht wieder den ganzen Kreis herum.

3. Runde 

„Eine Nähmaschine“ – dazu Bewegungen mit dem rechten Bein, als ob man auf den Fuß einer alten Nähmaschine tritt.

4. Runde

„Einen Schaukelstuhl“ – mit dem ganzen Oberköper gleichzeitig vor und zurück schaukeln.

Inzwischen sind alle schon völlig fertig vor Anstrengung und vor Lachen…

5. und letzte Runde

„Einen Papagei“ – der die ganze Zeit mir krächzender Stimme „Lore, Lore“ ruft.

Workshop Spiele 16: Clowns 1-2-3

Die TN A und B stehen einander gegenüber und zählen ab bis 3 (also immer im Wechsel). Ist das eingeübt, ersetzt A die 1 durch eine Körperbewegung, B sagt „2“, A sagt „3“, B macht jetzt die Körperbewegung, die A  eingeführt hat, usw.

Nach einer Weile ersetzt B die „2“ durch eine Körperbewegung, noch später ersetzt A die „3“ durch eine letzte Körperbewegung.

Variante 1: 3 TN stehen zusammen und zählen bis fünf.

Variante 2: Alle TN stehen im Kreis und sagen ihren Namen und ersetzen diesen nach und nach durch eine typische Geste.

Workshop Spiele 17: Walnusswandern

Alle TN stehen eng im Kreis, jeder hat eine Walnuss in der rechten Faust. Sie zeigt nach unten. Die leere linke flache Hand zeigt nach oben und wird direkt unter die rechte Walnusshand des linken Nachbarn gehalten. Der Trainer (T) sagt „parallel“ und die Walnuss wird übergeben. Die Hände werden dann überkreuz genommen und dabei gedreht. Die jetzt gefüllte linke Faust befindet sich über der leeren rechten Hand des rechten Nachbarn, die leere rechte Hand befindet sich unter der gefüllten linken Faust des linken Nachbarn. Der T sagt „überkreuz“ und die Walnuss wird übergeben. Die Arme gehen in die parallele Ausgangsstellung zurück und das Ganze wiederholt sich.

Workshop Spiele 18: Kippstuhl

Alle Teilnehmer stehen im Kreis, jeder hat einen Stuhl vor sich. Jeder Teilnehmer nimmt die Lehne des Stuhles in die linke Hand und kippt ihn so weit nach vorne, dass der Stuhl auf zwei Beinen steht. Nachdem alle so stehen, erklärt der Trainer die Aufgabe: Alle bewegen sich einmal um den Kreis herum, ohne dass ein Stuhl auf den Boden fällt, jeder darf aber nur eine Hand nutzen. Wenn ein Stuhl auf den Boden fällt, gehen alle zurück zur Ausgangsposition.

Workshop Spiele 19: Sonnenkönig

Offener Stuhlkreis, 3 Stühle stehen vorne nebeneinander. Der Trainer setzt sich auf den mittleren der drei Stühle, sagt: „Ich bin die Sonne und wer passt zu mir?“ und erläutert, wer eine passende Assoziation hat, möge sich jetzt auf einen der zwei Stühle setzen. Sobald die beiden Stühle besetzt sind, fragt der Trainer zur einen Seite: „Ich bin die Sonne und wer bist Du?“. Der eine Teilnehmer antwortet. „Ich bin der …. (z.B. Schatten)“. Dann wendet sich der Trainer zur anderen Seite und fragt: „Ich bin die Sonne und wer bist Du?“. Der andere Teilnehmer antwortet: „Ich bin der …. (z.B. Sonnenstrahl)“. Der Trainer entscheidet sich intuitiv für eines von beiden und der übrig gebliebene Teilnehmer setzt sich in die Mitte und sagt: „Ich bin der …. (z.B. Schatten) und wer passt zu mir?“ Teilnehmer mit Assoziationen setzen sich auf die beiden freien Stühle usw.

Option: in der Mitte liegt ein Stapel vorbereiteter Kärtchen, z.B. mit Kundenaussagen. Der in der Mitte liest die Kundenaussage vor, auf die Stühle an der Seite setzen sich Verkäufer / Berater mit entsprechenden Antworten. Der Kunde nimmt sich die Verkäuferantwort, die für ihn passend ist, usw. Einsatz z.B. im Thema Reklamation, Einwandbehandlung u.ä.

Zur ausführlichen Beschreibung vom „Sonnenkönig“-Spiel…

Workshop Spiele 20: Stab absenken (= Das australische Schwebholz)

Je sechs bis zwölf Teilnehmer stehen in zwei Reihen gegenüber und tragen mit dem ausgestreckten Zeigefinger eine zwei Meter lange dünne leichte Holzstange (z.B. Bambusrohr) oder auch einen Zollstock, die sie auf den Boden legen sollen. Kein TN darf Kontakt zum Holz verlieren.

Option: zweiter Durchgang mit geschlossenen Augen

Workshop Spiele 21: Karriereleiter

Die vier Stufen werden vorgestellt: Azubi (gähnt), Sachbearbeiter (schleppt Aktenberge), Abtei-lungsleiter (stolziert mit Köfferchen) und Vorstand (sitzt auf dem Stuhl). Prinzip wird erläutert: alle starten als Azubi und steigen nach dem Schnick-Schnack-Schnuck-Prinzip (Knobeln mit Stein, Schere, Blatt) auf und ab. Nur Teilnehmer auf der gleichen Ebene begegnen sich. Wer die Vorstandsposition erreicht hat, darf sich auf Stuhl setzen und zuschauen und spielt nicht mehr mit.

Workshop Spiele 22: Amöbe

Wie Karriereleiter, mit anderen Figuren: Amöbe (am Boden kriechen und „Schwabbel“ sagen), Huhn (halbhoch, Arme gewinkelt „gock goooock“ sagen), Affe (fast aufrecht, Fäuste unter Armen, „uh, uh, uh“) und Mensch (auf Stuhl sitzen).

Workshop Spiele 23: Last Samurai

Alle stehen im Kreis.

Trainer beginnt, greift einen Teilnehmer mit Schwerthieb an „Hi“. Der Teilnehmer pariert „Ha“. Die beiden Nachbarn geben der Person den Todesstoß „Ho“. Der Getötete aktiviert seinen Hyper-Schutzschild (Klack, Klack), und weiter geht’s, er greift den nächsten an ….

Workshop Spiele 24: Großer Regen

Alle stehen im Kreis.

Trainer startet mit einer Bewegung, die ein Geräusch verursacht. Dies wird von TN zu TN weiter-gegeben, so dass immer mehr mitmachen. In der nächsten Runde wird das Geräusch ersetzt durch ein zweites, ein drittes usw.. Dadurch entsteht ein „Konzert“, das einem Sommerregen (Winterregen, o.ä.) ähnelt.

  1. Runde: Handflächen aneinander reiben.
  2. Runde: Finger schnipsen
  3. Runde Auf Beine trommeln
  4. Runde: Finger schnipsen
  5. Runde: Handflächen aneinander reiben
  6. Runde: Stille

Workshop Spiele 25: Huhn und Ei

Teilnehmer sitzen im Kreis. Trainer stellt die Frage: „Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei? Um diese Frage zu lösen, folgende Aktivierung:“

Trainer demonstriert: Gibt Ei (z.B. Koosh-Ball) nach rechts mit den Worten: „Dies ist ein Ei“. Teilnehmer gibt es wieder zurück: „Was ist das?“. Trainer gibt es wieder: „Dies ist ein Ei“. TN gibt es an den rechten Nachbarn: „Dies ist ein Ei“. Der fragt zurück und gibt Ei zurück „Was ist das?“. TN gibt an linken TN „Was ist das?“, Zurück an Trainer „Was ist das?“. Trainer (=“Hüter der Weisheit“) gibt Ei wieder nach rechts. „Dies ist ein Ei“ usw.

Gleiches Prinzip auf der linken Seite „Dies ist ein Huhn“.

Nachdem alle das Prinzip verstanden haben, schickt der Trainer Huhn und Ei ins Rennen. Was wird zuerst da sein?

Workshop Spiele 26: Familie Meier

Es werden Kärtchen ausgeteilt mit mehreren ähnlichen Familiennahmen (Meier, Seier, Leier, Geier). In jeder Familie gibt es jeweils Sohn, Tochter, Vater, Mutter.

In der ersten Phase (durch Musik begleitet) laufen alle durcheinander und tauschen ihre Kärtchen aus. Sobald die Musik aufhört, sollen sich alle Familien so schnell wie möglich finden, allerdings mit folgender Regel: nur durch lautes Rufen des eigenen Nachnamens. Sobald sich die Familien gefunden haben, gilt es sich in der richtigen Reihenfolge aufzustellen, z.B. Tochter-Sohn-Mutter-Vater. Wer am Schnellsten ist, gewinnt.

Aktivierung eignet sich gut auch als Gruppenfindungsmethode.

Workshop Spiele 27: Obstsalat

Alle TN sitzen in einem Kreis auf Stühlen. Ein TN bekommt keinen Stuhl. Nun werden Namen von Früchten an die TN vergeben (z.B. Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche, …). Der TN ohne Stuhl sagt nun eine (oder mehrere) Früchte („Ich mache einen Obstsalat mit….“). Alle, die diese Frucht sind müssen den Platz wechseln. Der TN ohne Stuhl darf sich einen suchen. Wer keinen Platz gefunden hat macht weiter. Bei dem Wort Obstsalat wechseln alle den Platz, da man ja zum Obstsalat viele Früchte braucht.

Das Spiel kann beliebig nach Lust und Laune einen anderen Namen und andere Oberbegriffe bekommen. Beispiel: „In meiner Praxis werde ich umsetzen ….“

Workshop Spiele 28: Ali Baba und die 40 Räuber

Alle sitzen im Kreis. Alle sprechen gemeinsam „Ali Baba und die 40 Räuber, Ali Baba und die 40 Räuber, usw. ..“. Dadurch entsteht ein gemeinsamer Sprechrhythmus. In jeder Ali-Baba-Abfolge macht der Trainer eine andere Bewegungsabfolge vor (z.B. Bogen dehnen, Aufstehen, sich um-schauen, Schlüssel ins Schloss usw.). Diese Bewegung wird in der nächsten Runde vom linken Nachbarn übernommen und wandert pro Runde eine Person weiter. Jeder TN muss in jeder Runde beobachten, was macht mein rechter Nachbar und diese Bewegung in der nächsten Runde nachmachen. So dass nach einiger Zeit jeder TN eine andere Bewegung macht. Meist geht alles irgendwann völlig schief, manchmal aber auch erfolgreich zu Ende. Beides bereitet meist Freude!

Workshop Spiele 29: Auto-Rallye

TN gehen paarweise zusammen und stellen sich jeweils hintereinander. Der Hintermann (-frau) fasst den Vorderen an der Schulter, der Vordere schließt die Augen. Nun kann die Fahrt beginnen. Durch Druck auf die Schultern kann der Hintermann Geschwindigkeit geben, Bremsen, Lenken.

Kann in verschiedenen Varianten gespielt werden: Achtsam und Vorsichtig, zum Thema Führung / Vertrauen, oder in der Speed-Variante, in der es um Spaß, Schreck und Spannung geht.

Workshop Spiele 30: Personaldecke

Decke, Pinwandpapier oder ähnliches wird auf den Boden gelegt. TN erhalten die Anweisung, sich so darauf zu positionieren, dass die Füße von allen Teilnehmern sich auf oder über der Decke befinden. Von Durchgang zu Durchgang faltet der Trainer die Decke zusammen, so dass immer weniger Platz da ist und die Herausforderung für Teilnehmer immer schwieriger wird.

Lösung: wenn sich alle auf den Boden setzen, im Kreis, und jeweils die Füße auf die Decke, dann haben am meisten Platz.

Auswertung: kreative Problemlösung

Workshop Spiele 31: Storch und Pinguin

Trainer erklärt die Bewegungsmuster:

Pinguine haben die Arme seitlich am Körper nach unten gestreckt, die Hände stehen rechtwinklig ab und bewegen sich im „Watschelgang“, d.h. ein Fuß vor den anderen.

Störche können schnell gehen, Arme sind nach vorne ausgestreckt und klappen auf und zu.

Am Anfang sind alle Pinguin, ein TN ist Storch. Aufgabe des Storches ist, Pinguine zu fangen. Sobald ein Pinguin gefangen ist, wird er zum Storch. Spiel geht meist sehr kurz, sobald alle Störche sind, ist es zu Ende.

Achtung: Platz schaffen!

Workshop Spiele 32: Fließband

Alle stehen im Kreis. Jeder TN hält ein Bonbon (oder ähnlicher Gegenstand) in der rechten Hand. Nun geht es darum, dass die gesamte Gruppe ein Fließband ist. Aufgabe des Fließbandes ist, in möglichst hoher Geschwindigkeit Material mit möglichst geringem Verlust von A nach B zu trans-portieren.

Der Transport funktioniert nun auf folgende Weise. Der rechte Nachbar hält seine linke geöffnete Hand unter der rechten Hand es linken Nachbarn, der linke Nachbar lässt das Bonbon fallen. Es fällt in die linke Hand des rechten Nachbarn, es erfolgt eine Überkreuz-Bewegung der Arme, so dass nun die linke Hand (mit Bonbon) auf der rechten Seite sich befindet und dort in die rechte Hand des rechten Nachbarn übergeben wird, dann werden die Arme wieder gerade gehalten und es geht weiter wie oben beschrieben …

Der Trainer demonstriert diesen Bewegungsablauf, alle machen ihn langsam nach. In der Praxisphase wird dann durch „Kreuz“ / „Gerade“ – Kommandos die Geschwindigkeit durch den Trainer vorgegeben. Langsam steigert dieser die Geschwindigkeit. Erfahrungsgemäß liegen nach kurzer Zeit ein Drittel der Bonbons auf dem Boden, der Rest befindet sich in den Händen von 2 oder 3 Mitspielern, währen der Rest keine Bonbons mehr hat. Dies kann nun vom Trainer vielfältig kommentiert werden und eine nächste Runde eingeleitet werden…

Workshop Spiele 33: Besuch im Zoo

Bären:
Tanzen, wir wollen tanzen, das macht mich soo dschubbi dubbi duaa, chachacha (mit Hüften schwingen und angewinkelten Armen)

Perlhühner:
Gock, gock, gook – gock, gock, gook

(Hände in Brusthöhe vor sich halten, Handflächen nach unten, im Rhythmus nach oben bewegen)

Schlangen:
Hoch, die vielen Leute, hoch, was woll’n die heute,

(Hände vor der Mund schlagen)

husch, husch, geht doch alle fort von mir (mit Handbewegung wegscheuchen)

Kinder:
Wir wollen Eis und Pommes Frites (stampfend gehen mit angewinkelten Armen)

Verlauf

Alle stehen im Kreis und nacheinander werden erst einmal die verschiedenen Tiere und Kinder vorgestellt und eingeübt.

Dann teilen sich die TN in vier Gruppen auf, ordnen sich den Bären, Schlangen etc. zu, je nach-dem, was ihnen am besten gefällt. Die Gruppen sollten allerdings in etwa gleich groß sein, vor allem nicht zu viele Kinder, da diese sehr laut sind und sonst die anderen übertönen.

Der Trainer gibt wie ein Dirigent den jeweiligen Einsatz: erst die Bären, dann in der zweiten Runde die Perlhühner, dann die Schlangen und zuletzt die Kinder. Wenn dann alle ihre Sprüche im Rhythmus sagen, gehen auf ein Zeichen alle kreuz und quer durch den Raum.

Die Konzentrationsleistung besteht darin, bei seiner Rolle zu bleiben und vor allem im richtigen Rhythmus.

Nach einer Weile schlägt der Trainer auf einen Gong und alle gehen in ihre Ecken zurück, immer noch ihre Rolle beibehaltend.

Dann bringt der „Dirigent“ zuerst die Kinder zum Verstummen, dann die Schlangen, dann Perlhühner und zuletzt die Bären, also in umgekehrter Reihenfolge.

Hinweis

Dieses Spiel sollte man nicht am ersten Tag eines Seminars einsetzen, sondern wenn die Gruppe schon locker ist und man eine spielfreudige Gruppe hat.

Wer unsicher ist, kann auch vorher fragen „Habt ihr Lust, mal was ganz albernes kennen zu lernen?“ Wenn dann „au ja!“ kommt, haben Sie die Erlaubnis.

Weitere Workshop Spiele und Literaturempfehlung:

Klein, Zamyat M.: Das tanzende Kamel. Kreative und bewegte Spiele für Trainings und Seminare. managerSeminare 2008.

Ziegler, Erich: Das australische Schwebholz und 199 andere Spiele für Trainer und Seminarleiter. GABAL TrainerPraxis 2006.

Alle 33 Workshop Spiele als PDF downloaden:

Hier können Sie sich diesen Artikel kostenlos als PDF downloaden: Workshop Spiele: 33 Aktivierungsübungen für mehr Energie im Seminar.pdf


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2 Kommentare zu “Workshop Spiele: 33 Aktivierungen für mehr Energie im Seminar”

  1. Adelina Horn

    Hallihallo,

    ich habe mal an einem interessanten Seminarspielkonzept mitgemacht. Ich fand es anfangs etwas belustigend, konnte mich dann aber total gut reinfühlen. Hier ging es um ein kleines Gerät, was erstmal jeder für sich „entdecken“ und ausprobieren konnte und dann hat man das sozusagen auf’s große Ganze übertragen und es funktioniert, wenn alle gleichermaßen das Gerät bedienen können – wie eine Maschine, die nur funktioniert, wenn alle gut zusammenarbeiten. Das fand ich richtig gut und förderte extrem die Gruppendynamik. Hier kann man sehen, worum’s da ging: http://www.handytrim-fitness.de/seminare/ Habe ich aber seitdem auch nirgends wieder gesehen…

    Jetzt stehe ich selbst vor der Herausforderungen 1 x im Monat einen Workshop zu geben und finde die hier gelieferten Inspirationen richtig klasse. Besonders die „Karriereleiter“. Bei vielen muss man dann doch gucken, ob es für die entsprechende Zielgruppe passt … aber das ist sehr schön, aktiv, metaphorisch …. Ich werde das mal bei mir einbauen.

    Beste Grüße aus Leipzig,

    Adelina

    Antworten
  2. Caspar Siebel

    Hallo,

    vielen Dank für die schöne Liste an Seminar-Spielen. Ich habe eine ähnliche LIste als Comic illustriert. Entstanden ist die Seite workshop-spiele.de. Gedacht ist es für Leute, die solche Informationen gerne visuell aufnehmen.

    Viel Erfolg unf frohes Spiel,
    Caspar

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