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Mentimeter im Workshop und Training

von Betty Walter, 10. Dezember 2019

Normalerweise sind Smartphones in Trainings ziemlich unerwünscht. In Verbindung mit speziellen Anwendungen lassen sie sich aber auch didaktisch sinnvoll einsetzen, beispielsweise für Blitzlicht, Abstimmungen oder Quizabfragen. Eine der meist genutzten Anwendung ist „Mentimeter“. Wie funktioniert dies und was bringt es?

Egal ob Lern-Plattformen, Online-Quizz zur spielerischen Leistungsabfrage oder Apps zur Meinungsumfrage in Workshops – es gibt nichts, was es nicht gibt und gewusst wie, können diese kleinen Technikwunder ein Training durchaus wirkungsvoll bereichern.

Ein Weg, um dem „Digital Space“ gezielt Einzug in eigene Trainings zu verschaffen, ist die Verwendung von sogenannten „Poll-Apps“. Einige bekannte Beispiele sind „Poll Everywhere“, „ParticiPoll“ oder „Mentimeter“. Es handelt sich dabei um Anwendungen oder Websites, die mit sehr geringen Mitteln eine blitzschnelle Meinungsabfrage bei einer großen Teilnehmerzahl spielend ermöglichen.

Ein Beispiel

Mentimeter ist eine Website, die im Prinzip ähnlich funktioniert wie PowerPoint oder GoogleSlides. Man erstellt Folien, indem man ein gewünschtes Format auswählt und sie mit Inhalten füllt. Der entscheidende Unterschied ist die Art der zur Verfügung stehenden Layouts. Es gibt nicht nur die normalen „Inhaltsslides“, wie sie jeder kennt, sondern zusätzlich interaktive Formate, die zu Reaktionen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen auffordern.

Die klassische Handzeichen-Abstimmung mal anders

Stellen Sie sich vor, ein langer Workshoptag neigt sich dem Ende entgegen. Die Teilnehmenden sind geschafft von der Menge an Inhalten und Ideen, die diskutiert wurden. Jetzt geht es an die Entscheidung, welche dieser Ideen am morgigen Tag näher beleuchtet werden sollen.

Nun könnten Sie ganz klassisch um Handzeichen bitten oder Klebepunkte verteilen, um die „Favoriten“ zu küren, aber das dauert und jeder sieht, wofür der Sitznachbar stimmt. Jeder müsste Klebepunkte erhalten oder jede Hand gezählt werden, wenn Sie sich nicht allein auf Ihr Augenmaß verlassen wollen. Insbesondere bei großen Gruppen ist diese Art der Abstimmung sehr zeitintensiv.

Stattdessen rufen Sie einfach www.mentimeter.com auf, loggen sich ein und erstellen eine Multiple-Choice-Folie mit den zur Wahl stehenden Themen. Das dauert vielleicht 2 Minuten. Anschließend gehen Ihre Teilnehmer*innen mit z.B. ihrem Smartphone oder Tablet auf www.menti.com, geben den automatisch generierten Code der Abfrage ein und stimmen per Klick ab. Insgesamt wird der Vorgang auch bei einer Vielzahl von Teilnehmenden nur wenige Minuten dauern.

So können Sie spielend leicht eine einfache Handzeichen-Abstimmung, bei der normalerweise mühsam ausgezählt werden muss, durch eine Online-Abstimmung ersetzen. Dazu braucht man als Redner*in oder Teilnehmer*in nur ein internetfähiges Endgerät (egal ob PC, Smartphone oder Tablet).

Die Vorteile

Jeder kann sich äußern. Keiner wird überhört oder übersehen. Die Ergebnisse sind objektiv festgehalten. Und schließlich wird eine Abstimmung dadurch auch anonym, was insbesondere bei etwas heikleren Themen, bei denen sich häufig Erwünschtheitseffekte einschleichen, ein nicht zu verachtender Faktor ist.

Weitere Beispiele zur Nutzung von Zentimeter in Workshops und Seminaren

  • Blitzlicht (z.B. zum Einstieg)
  • Ideensammlung (wie Kartenabfrage)
  • Gewichtung/Abstimmung
  • Wiederholung von Inhalten als Quiz
  • Vorerfahrungen abfragen
  • als Einstieg in ein Themengebiet
  • Feedback zum Tag/Seminar
  • um Fragen zu einem Thema zu sammeln

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