abb-seminare

So erreichst du uns:

Logo abb-seminare

Gruppen einteilen – 9 Methoden für mehr Abwechslung

von Albert Glossner, 15. August 2023

Gruppen einteilen, um die Lernatmosphäre zu fördern und die Teilnehmenden aktiv in den Lernprozess einzubeziehen, ist ein bewährtes Konzept. Doch wie gelingt eine sinnvolle Gruppeneinteilung? In diesem Blogbeitrag stellen wir dir neun Methoden vor, die auf vier grundlegenden Prinzipien basieren:

  • Zufall,
  • Nachbarschaft,
  • Kriterium und
  • Wahl.

Entdecke die zahlreichen Möglichkeiten, das Plenum in kleinere Gruppen aufzuteilen und damit eine willkommene Abwechslung zu schaffen, die die Lernatmosphäre und den Austausch zwischen den Lernenden fördert.

die vier Prinzipien für Gruppen einteilen als Puzzle dargestellt

1. Die Vorteile der Vielfalt

Es lohnt sich, bei der Gruppeneinteilung kreativ zu sein und verschiedene Varianten zu nutzen. Die Vielfalt der Methoden bietet zahlreiche Vorteile:

  • Die Gruppeneinteilung wird zur willkommenen Abwechslung zwischen den Lernphasen.
  • Die Teilnehmenden werden aktiviert und aktiv in den Prozess einbezogen.
  • Der Kontaktaufbau zwischen den Lernenden wird gefördert, was das Gruppengefühl stärkt.
  • Inhaltliche Bezüge können hergestellt werden, um das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Die Teilnehmer haben Spaß miteinander und gehen motiviert an die Aufgaben heran.
All diese Faktoren tragen dazu bei, eine positive Lernatmosphäre zu schaffen.

2. Zufall: Kreativität und Steuerung in der Gruppeneinteilung

Die Zufallsmethode bietet eine Vielzahl von Optionen und erlaubt es dem Trainer, die Gruppengröße und Zusammensetzung gezielt zu steuern. Eine beliebte Variante ist das Ziehen von

  • Spielkarten,
  • Süßigkeiten,
  • Bild-Puzzle-Teilen oder
  • anderen Gegenständen aus einem undurchsichtigen Behältnis. Hierdurch entstehen zufällige Gruppen, die sich sonst möglicherweise nicht gebildet hätten.

Auch das Aufstellen in einer Reihenfolge oder das Ziehen von Bindfäden kann zur Bildung von Gruppen führen.

Beispiel Gruppen einteilen mit Hilfe von Spielkarten
Beispiel Gruppen einteilen mit Hilfe eines Puzzles

3. Nachbarschaft: Schnell und unkompliziert Gruppen einteilen

Bei der Nachbarschaftsmethode arbeiten die Teilnehmenden einfach mit denjenigen zusammen, mit denen sie bereits sitzen. Diese Methode ist schnell und unkompliziert, sollte jedoch zu Beginn eines Seminars vermieden werden, da sich die Teilnehmer oft bereits vorher kennen. Eine förderliche Lernatmosphäre entsteht durch die Möglichkeit, mit verschiedenen Personen zusammenzuarbeiten.

4. Kriterium: Gezielt Gruppen einteilen nach bestimmten Merkmalen

In heterogenen Gruppen kann es sinnvoll sein, bewusst mit bestimmten Merkmalen oder Kriterien zu arbeiten. Die Gruppen werden gezielt nach bestimmten Eigenschaften oder Zugehörigkeiten zusammengestellt. So können Arbeitsgruppen beispielsweise aus Vertretern verschiedener Abteilungen bestehen oder Personen mit ähnlicher Berufserfahrung zusammengeführt werden. Diese Methode ermöglicht eine gezielte Nutzung der Vielfalt innerhalb der Gruppen.

5. Wahl: Selbstbestimmt Gruppen einteilen

Die Wahlmethode kann sich entweder auf das Thema oder auf die Gruppenmitglieder beziehen. Bei persönlichen oder sensiblen Themen kann es hilfreich sein, dass die Teilnehmenden ihre Gruppenmitglieder selbst wählen dürfen, um Vertrauen und Sympathie zu fördern. Alternativ können die Lernenden zwischen verschiedenen Themen wählen, wodurch sich die Gruppen nach den individuellen Interessen bilden.

Fazit: Gruppen einteilen für mehr Abwechslung

Der gezielte Einsatz dieser neun Methoden zur Gruppeneinteilung bringt Abwechslung und Dynamik in das Training. Durch wechselnde Arbeitsgruppen wird das Lernklima gestärkt, die soziale Kompetenz der Teilnehmenden gefördert und die Lernatmosphäre positiv beeinflusst. Eine kreative und sorgfältige Gruppeneinteilung trägt maßgeblich dazu bei, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich aktiv beteiligen und motiviert am Training teilnehmen.

Beispiel Gruppen einteilen mit Hilfe von Seilen

Die Struktur erfolgreicher Gruppenarbeit und das Thema Gruppeneinteilung sind Bestandteil des Moduls "Seminare designen" in der Trainerausbildung. Durch den gezielten Einsatz dieser Methoden kannst du nachhaltige Trainings effizient konzipieren und eine positive Lernatmosphäre schaffen.

Trainerinnen, die sich bei der Gruppeneinteilung für kreative und spielerische Methoden entscheiden, bereiten nicht nur den Teilnehmerinnen eine Freude, sondern sorgen auch für ihre eigene Zufriedenheit. Es ist wichtig, dass auch Trainerinnen mit Freude und Engagement bei der Sache sind, denn das überträgt sich auf die Teilnehmerinnen und fördert den Lernerfolg.

Insgesamt bieten die verschiedenen Methoden zur Gruppeneinteilung eine Vielzahl von Möglichkeiten, um das Training lebendig und abwechslungsreich zu gestalten. Probiere die verschiedenen Varianten aus und finde heraus, welche am besten zu deinem Training und den Bedürfnissen der Teilnehmer*innen passt.

Literatur:

Lienhardt, A. (2019) Seminare, Trainings und Workshops lebendig gestalten. Haufe Verlag

Beermann, S. & Schubach, M. & Tornow, O. Spiele für Workshops und Seminare. Haufe Verlag

Neueste Blogbeiträge

Acht Fragen für eine aufblühende Partnerschaft Blog Image

Eine langjährige und harmonische Beziehung ist vor allem eine Frage der Ausrichtung! Wie jetzt? Ja, du liest richtig. Auch im Bereich der Liebesbeziehung ist die Ausrichtung auf das Positive ein entscheidender Faktor. Der Beitrag von John Gottman John Gottman, ein amerikanischer Psychologe, ist mit seinem Team der Frage nachgegangen: Können wir herausfinden, ob ein Liebespaar […]

Tanja Bakry, 17. Mai 2024

Positive Beziehungen in der Arbeitswelt Blog Image

Positive Beziehungen fördern Wohlbefinden, Motivation und Leistung. In der modernen Arbeitswelt erleben wir aber häufig Zeitdruck, räumliche Distanz und Ausgrenzung. Gabrielle Kellerman gibt Impulse, wie in einer sich stetig beschleunigenden Arbeitswelt Beziehungen gestärkt werden können. Positive Leadership und Beziehung Alle namhaften Ansätze des Positive Leadership betonen den Faktor „Beziehung“. Kim Cameron nimmt Bezug auf Forschungen, […]

Albert Glossner, 13. Mai 2024

High Quality Connections Blog Image

Jane Dutton hat sozialer Interaktionen am Arbeitsplatz untersucht. Daraus entwickelte sie das Konzept der High Quality Connections (HQC). Damit sind kurze positive Interaktionen gemeint, die einen hohen Einfluss auf die Zusammenarbeit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit haben. Was sind High Quality Connections? Unter HQC versteht Dutton kurze (und potentiell wiederkehrende) Momente des Verbundenseins, die sich für die […]

Albert Glossner, 22. April 2024

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner