Flipchart Präsentation: Wann arbeite ich mit vorbereiteten, halbvorbereiteten und mit live entstehenden Flipcharts?

Flipchart Präsentationvon Albert Glossner

Warum überhaupt Flipchart Präsentation im Training? Der große Vorteil von Flipcharts ist, dass sie persönlicher wirken als eine Beamerpräsentation und für ein interaktives Training mit hoher Teilnehmerbeteiligung einfach besser geeignet sind.

Keine Frage: bei großen Gruppen, im IT-/Systemtraining ist der Beamereinsatz fast alternativlos, für Videos und Bilder super geeignet. Dennoch:  in den meisten Fällen empfehle ich einen zeitlich stark begrenzten Einsatz des Beamers.

Für die Gestaltung und den Einsatz von Flipchart Präsentation halte ich die Unterscheidung von drei Arten von Flipcharts für zweckmäßig:

  • Vorbereitete Flipcharts
  • Halbvorbereitete Flipcharts
  • Live entstehende Flipcharts

In meiner Trainingspraxis arbeite ich mit allen dreien Typen von Flipcharts.

1. Die vorbereitete Flipchart Präsentation

Hiermit meine ich Flipchartblätter, die ich entweder vor dem Training  oder während des Trainings in Pausen oder während einer Gruppenarbeit vorbereite und häufig mehrfach verwende. Wegen des mehrfachen Einsatzes lohnt es sich hier, Sorgfalt in die Gestaltung dieser Flipcharts zu investieren. Dies bedeutet, ich mache mir Gedanken zur Blattaufteilung, schreibe sorgfältig, arbeite mit Rahmen, Schatten, grafischen Elementen und coloriere sie mit Kreiden.

Vorbereitete Flipcharts eignen sich besonders für folgenden Einsatz:

Willkommensflip:
Hier betreibe ich den größten Aufwand. Ein Teilnehmer sagte mal: „das Begrüßungsflip muss brennen“. Und: das „Herzlich Willkommen“ mit rotem gemalten Herz ist wirklich out.

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Agenda:
Gut für die Teilnmehmer ist, wenn die Themenübersicht über Trainingstag und Seminar oft zu sehen ist – als Orientierung. Da lohnt es sich, als Trainer Mühe zu investieren. Und es gibt eine Vielzahl von Gestaltungsideen. Für den Tag arbeite ich meistens mit einer Tagesmindmap, für das ganze Training gibt es etliche Gestaltungsideen:

  • der rote Faden,
  • die Treppe,
  • der Weg in der Landschaft,
  • der Fluss,
  • die Straße,
  • die Uhr,
  • die Speisekarte,
  • das Buch,
  • die Landkarte,
  • die Wäscheleine, etc..
  • Optimal ist natürlich, wenn es auch einen Bezug zwischen Gestaltungsidee und Trainingsthema gibt.

Suggo

Aufgabenstellung:
Aus meiner Sicht das klassische Einsatzgebiet für vorbereitete Flipcharts, da wiederverwertbar. Und zusätzlich: bei der Formulierung von Aufgabenstellungen für Gruppen-, Einzel-, oder Partnerarbeit lohnt es sich, Sorgfalt zu verwenden um die nötige Klarheit zu schaffen. Mit kleinen Effekten lässt sich bei der Gestaltung hier schon eine große Wirkung erzielen. Gerahmte und schattierte Überschrift, evtl. eine zweite Schriftgröße, colorierte Bullet points, manchmal auch ein kleine Zeichunung oder ein aufgeklebtes Bild – all dies geht schnell und erhöht die Wirkung.

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2. Die halb vorbereitete Flipchart Präsentation

Hiermit meine ich Flipchartblätter, die während einer Präsentation ergänzt oder vervollständigt werden. Gerade das stückweise Hinzufügen von Text während einer Präsentation gibt ein klares visuelles Signal und erleichtert, dem Inhalt zu folgen. Hier unterscheide ich folgende Techniken, ein bereits vorgegebenes Raster, Rahmen oder Struktur im Laufe einer Präsentation visuell zu ergänzen.

Hinzufügen:
Während der Präsentation füge ich Karten mit Textbausteinen hinzu. Prima eignen sich selbstklebende Moderationskarten, die Kleberöllchentechnik (tesaröllchen auf der Rückseite normaler Karten), der Einsatz von Sprühkleber oder, ganz neu am Markt, „Staffies“ – Kärtchen aus Adhäsionsfolie.

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Abhängen:
Teile des Flipchartbogens sind mit Kärtchen, A4-Blättern oder passend zugeschnittenen Papier abgehängt und werden im Laufe der Päsentation „enthüllt“.

Hinzuschreiben:
Ganz klassisch schreibe ich im Laufe der Präsentation Schlüsselbegriffe auf die Flip und ergänze so. Der Nachteil hier: ist nur einmal verwendbar.

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3. Live gestaltete Flipchart Präsentation

Im Grunde erfordert dies am meisten Können: Während einer Präsentation ein Flipchart entwickeln, das lesbar ist und gut aussieht. Gerade für die Visualisierung von Gesprächen, Diskussionen und in der Moderation ein unverzichtbares Tool. Standardformate hier sind: Stichpunkte, Liste, Tabelle, Mindmap, Sätze oder einfach eine gezeichnete Visualisierung.

Alle Tipps, viele weitere Hinweise, jede Menge Beispiele und konkrete Praxis für Ihre Flipchart Präsentation gibt es in:

Trainerausbildung Modul Zaubern

Workshop Flipchartgestaltung

 


Weitere Tipps und Anregungen für Ihre Flipchartgestaltung lernen Sie im Workshop „Flipchartgestaltung“ kennen.

Möchten Sie Ihre Präsentationsinhalte mit geeigneten Skizzen und Bildern am Flipchart unterstützen?

Sie erfahren, wie Sie Visualisierungen bei der Ideenvermittlung, Problemanalyse und -lösung, im Coaching oder in der Gruppenmoderation einsetzen können.

Sie lernen und üben, mit welchen einfachen und schnellen Mitteln Ihre Visualisierung auf Flipchart, Pinnwand und Plakaten ansprechender, klarer und wirkungsvoller werden.

Und Sie werden mit einer Anzahl von Flipcharts für Ihre eigene Trainingspraxis nach Hause fahren.

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3 Kommentare zu “Flipchart Präsentation: Wann arbeite ich mit vorbereiteten, halbvorbereiteten und mit live entstehenden Flipcharts?”

  1. Carsten Kral

    Guten Tag ihr Lieben bei abb,

    heute habe ich mir mal die Zeit gegönnt und tiefer in den Newsletter geschaut.
    Danke für die sehr gut aufbereiteten und nützlichen Informationen. Die neue
    Aufmachung gefällt mir sehr gut und sie lädt zum stöbern ein.

    Bis bald mal wieder…

    Herzliche Grüße aus Mühlhausen
    Carsten

    Antworten
    • David Goebel

      Die Blogparade hat jetzt kein endgültiges Ende mehr. Jeder ist Herzlich Willkommen, ein Begrüßungs-Flipchart einzureichen.

      Und mit einem passenden Artikel dazu, stärkt es auch das eigene Google-Ranking.

      Viele Grüße,
      David Goebel

      Antworten

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