Domino – meine Lieblingsmethode

Dominovon Albert Glossner

Eine meiner Lieblingsmethoden zur Zeit ist Domino. Das Schöne an der  Methode ist, dass sie vielseitig verwendbar ist:  geeignet um Präsentationen interaktiv gestalten, Inhalte aktiv zu wiederholen oder auch Anwendung von Gelerntem vorzubereiten. Die Akzeptanz dieses Lernspiels ist nach meiner Erfahrung bei allen Teilnehmergruppen sehr hoch. Drei Anwendungsbeispiele habe ich hier beschrieben:

Die Idee, Domino als Seminarspiel einzusetzen, habe ich in der Suggestopädie kennengelernt. Die Methode wurde beschrieben  in Klein, Zamyat (2010): Zauberwelt der Suggestopädie. Ursprünglich ist es eines von vielen Lernspielen, die zur Übung und Wiederholung von bereits erarbeiteten Themen eingesetzt werden können. So habe ich diese Methode zunächst kennengelernt. Mit der Zeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie aber genauso gut bei der Erarbeitung neuer Inhalte eingesetzt werden kann. Vorausgesetzt, bei den Teilnehmern sind schon einige Vorkenntnisse vorhanden.  Mittlerweile setze ich sie gerade in Präsentationen sehr gerne ein.

Domino für interaktive Präsentationen

Zweck: Erarbeiten eines Inhalts über Frage-Antwort-Kombinationen

Dauer: 10 – 40 min

Anzahl der TN: 3 – 20 TN

Vorarbeit: Vorab erstellte „Dominokarten“ mit jeweils einer Frage auf der rechten Seite und einer Antwort auf der linken Seite. Dazu bereiten Sie zunächst Karten mit einem vertikalen Strich in der Mitte vor. Auf der ersten Karte schreiben Sie „Start“ auf die linke Seite. Auf der rechten Seite formulieren Sie Frage 1. Das nächste Blatt beginnt links mit der Antwort auf Frage 1, rechts auf dem Blatt steht Frage 2, usw.

Beschreibung:
Die Karten werden gemischt und an die Teilnehmer verteilt. Derjenige mit „Start“ legt die erste Karte auf den Boden (oder Tisch, Pinwand) und liest die Frage vor. Der Teilnehmer, der den Eindruck hat, die passende Antwort auf seinem Blatt zu haben, geht nach vorn, legt diese an die erste Karte und begründet dabei seine Entscheidung. Wenn die Teilnehmer einverstanden sind, liest der 2. Teilnehmer die Frage 2 auf der rechten Blattseite vor usw.

Wirkung:
Durch das eigenständige Zuordnen von Antworten auf Fragen setzen sich die Teilnehmer aktiv mit den Inhalten auseinander. Je nach Thema und Wissensstand der Teilnehmer besteht die Möglichkeit, dass der Trainer jeden Schritt mit einem kurzen Input vertieft.

Beispiele:

  • Domino zum Thema „Grundbegriffe der Hydraulik“
  • Domino zum Thema „Einführungsseminar für neue Mitarbeiter“
Grundbegriffe der Hydraulik

Grundbegriffe der Hydraulik

Einführungsseminar für neue Mitarbeiter

Einführungsseminar für neue Mitarbeiter

 

 

 

 

 

 

 

 

Domino für Zusammenfassung / Informationsverarbeitung

Zweck: Zusammenfassende Wiederholung eines Lernthemas

Dauer: 5 – 20 min

Anzahl der TN: 3 – 20 TN

Vorarbeit: wie oben

Zum Abschluss einer Seminareinheit oder eines Seminares ist oft empfehlenswert, alle wesentlich Inhalte noch einmal zu wiederholen. Dies hat zwei Effekte: zum einen ist es gut, abschließend noch einmal einen Überblick über das Thema zu geben, damit die einzelnen Inhalte besser eingeordnet werden können. Zum anderen trägt eine Wiederholung zur Speicherung der Lerninhalte bei. Geeignete Zeitpunkte dafür sind das Ende einer Seminareinheit, das Tagesende oder – bei mehrtägigen Trainings – der Beginn des Folgetags.
Auch hier eignet sich Domino als Spiel sehr gut. Meine Empfehlung ist, die Fragen hier etwas anspruchsvoller zu formulieren, da die Teilnehmer ja mittlerweile über einige Kenntnisse der Lerninhalte verfügen.

Beispiele:

  • Domino als Wiederholung und Auffrischung der Inhalte eines früheren Moduls im Train-the-Trainer.
  • Domino zur Zusammenfassung „Einführung in die Suggestopädie“ nach der 3-stündigen Einheit zu diesem Thema.
Domino als Wiederholung und Auffrischung der Inhalte

Domino als Wiederholung und Auffrischung der Inhalte

Domino zur Zusammenfassung „Einführung in die Suggestopädie“

Domino zur Zusammenfassung „Einführung in die Suggestopädie“

 

 

 

 

 

 

 

 

Domino zum Training / Vorbereitung der Anwendung

Zweck: Vorbereitung der Anwendung von Lerninhalten / Training

Dauer: 5 – 15 min

Anzahl der TN: Einsatz in mehreren Kleingruppen mit jeweils 3-5 Teilnehmern

Vorarbeit: wie oben, allerdings pro Kleingruppe ein Spielset nötig
Hier  ist die Idee, Domino als Methode zu nutzen, damit Teilnehmer aktiv Inhalte üben oder deren Anwendung in der Praxis theoretisch vorbereiten. In vielen Trainings ist es nötig, dass die Teilnehmer bestimmte Inhalte wirklich gut beherrschen. Speziell bei Themen, in denen es um paarweise Zuordnung geht, bietet sich Domino als spielerische „Einpaukmethode“ an.

Beispiele dafür sind Frage-Antwort-Kombinationen, Symbole-Erklärung, Fachbegriff – Erläuterung, Produkt-Zubehör, Abfolge von Prozess-Schritten, u.v.m.
Die Umsetzung in Kleingruppen ist deswegen sinnvoll, damit die Teilnehmer  möglichst aktiv in die Wiederholung eingebunden sind. Nötig ist hierbei, genügend Sets von Dominospielen zur Verfügung zu stellen.

Beispiele:

  • Domino als Wiederholungsmethode in einem Training für Azubis zum Thema „Sozialversicherung und Arbeitsentgelt“
  • Domino als Methode, die Verbindung von Produkt mit Zubehörverkauf zu trainieren. Hier gilt es, in Kleingruppen passende Produkt-Zubehör-Kombinationen zu finden, um den aktiven Verkauf vorn Zubehör intensiver zu verankern.
Sozialversicherung und Arbeitsentgelt

Sozialversicherung und Arbeitsentgelt

Verbindung von Produkt mit Zubehörverkauf

Verbindung von Produkt mit Zubehörverkauf

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorlage

Eine Word-Vorlage zu Erstellung eines eigenen Dominospiels können Sie hier herunterladen.

Weitere aktivierende Trainingsmethoden und deren Einsatz lernen Sie im Modul „Zaubern“ der Trainerausbildung kennen.


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2 Kommentare zu “Domino – meine Lieblingsmethode”

  1. Sabine Chmielewski

    Sehr interessante Methode,
    schade, dass die Bilder nicht anclickbar sind, d.h. beim Klicken nicht größer werden, so dass man die Inhalte wirklich lesen kann. Das wäre für den Transfer wichtig. Zum Teil stimmt die Reihenfolge nicht. Aber auch so – super interessante Methode! Danke für die Anregung,
    Sabine

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