Mit Positiver Psychologie durch die Corona-Zeit – Teil 2

Positive Psychologie

von Albert Glossner

Im ersten Teil dieses Beitrags haben drei Trainer*innen der abb-seminare berichtet. Heute berichten Manuela und Lutz, zwei Teilnehmende der aktuellen Ausbildung Positive Psychologie. Wie unterstützt sie die Positive Psychologie in der Zeit der Corona-Krise?



Vor einer Woche standen Tanja, Marion und ich im Mittelpunkt. Wir haben darüber berichtet, wie uns die Positive Psychologie darin unterstützt, mit den unterschiedlichen Herausforderungen der Corona-Krise umzugehen. Kurz darauf haben mich zwei Mails erreicht – von Lutz und Manuela. Beide nehmen aktuell an der Ausbildung Positive Psychologie teil und sind selbständig als Trainer*in und im Coaching tätig. Sie berichten davon, was sie in der jetzigen Zeit unterstützt.

Lutz Jaenicke (www.jaenicke-coaching.de)

„Ganz einfache Dinge“

Für mich sind es in dieser Zeit ganz einfache Dinge, die aber sehr wirksam sind. Diese unterstützen mich, in einem guten Zustand zu sein und zu bleiben:

  • Ich achte darauf, enthaltsam und dosiert Nachrichten zum Thema Corona zu konsumieren. So habe ich mich für zwei Zeitpunkte entschieden: im Laufe des Vormittags einmal und am frühen Abend. Betonung liegt auf „frühen“ Abend, denn das führt mich bereits zum zweiten Punkt.
  • Die letzte Stunde – zumindest die letzte halbe Stunde – vor dem zu Bett gehen verbringe am Abend nur mit positiven und vertrauten Gewohnheiten. So lese ich in  einem Buch, schaue eine Naturdokumentation, spiele Gitarre und singe. Oder ich mache einen kurzen Nachtspaziergang und verbinde dies, gehend und atmend, mit einer Achtsamkeitsübung. Und ich reflektiere, was am Tag positiv war und wofür ich dankbar bin.
  • Wirklich jeden Tag schließe ich mit einem ganz persönlichen Ritual: meiner Energietankübung.

Manuela Orlowitsch (www.ulm-coach.de)

„Ich lebe Rituale“

Mir helfen Rituale, die ich derzeit ganz bewusst lebe:

  • Ich habe wieder intensiver angefangen, zu meditieren. Für Anfänger kann ich die App „seven mind“ empfehlen. Der Sprecher macht das aus meiner Sicht echt gut und führt sehr zwanglos in die innere Beobachtungswelt ein. Ich habe für mich eine neue, gesprochene, inspirierende Form gesucht und damit habe ich für mich gerade eine neue Entdeckung gemacht.
  • Nachdem nun auch die Fitness-Studios geschlossen haben, habe ich mit meinem Mann beschlossen, jeden Tag 10 000 Schritte zu gehen. Die Bewegung hilft uns beiden, die latente Anspannung, die einfach da ist, besser zu regulieren. Ab heute wollen wir auch ein gemeinsames Inhouse-Fitness-Programm starten, indem wir zu einem Fitness-Video die Übungen mit dem Trainer in unserem Wohnzimmer ausführen. Das wird bestimmt lustig, weil wir beide bisher jeder seinen eigenen Sport gemacht haben. Und das ist das Wunderbare an dieser Zeit. Wenn wir uns in Demut einlassen können und uns wieder mehr zuwenden, können wir Schönes und Wertvolles erleben.

Und ich ziehe Kraft aus meiner interaktiven Webinar-Modul-Serie „Komm wir gehen glücklich sein“. Derzeit habe ich eine Gruppe mit 5 Teilnehmerinnen. Wir treffen uns alle vier Wochen, um in zwei Stunden Themen der Positiven Psychologie gemeinsam in Form von kleinen Selbsterfahrungsbausteinen kennenzulernen. Und ich freue mich, wenn Menschen Kontakt mit mir aufnehmen, die daran Interesse haben: www.ulm-coach.de


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