„Hop oder Top“ – je trockener das Thema, umso besser!

Hop oder Top 150x150von Dorit Häuser

Eine wirklich schöne Methode, um das Gelernte aktiv zu wiederholen, ganz ohne Druck – dafür mit viel Scharfsinn und Spaß. Die Methode habe ich bei Zamyat M. Klein kennen und schätzen gelernt. Sie wird beschrieben in  ihrem Buch „Das tanzende Kamel. Kreative und bewegte Spiele für Trainings und Seminare“ managerSeminare 2008, S. 270.

 

Und so läuft es ab:Hop oder Top 300

  1. Das Plenum wird in Halbgruppen geteilt.
  2. Jede Gruppe erhält die Aufgabe, zu einem bereits besprochenen Themenbereich z.B.  5 Aussagen zu formulieren. Diese Aussagen können wahr oder falsch sein. Natürlich soll die Gruppe selbst Klarheit darüber haben, ob die formulierte Aussage wahr oder falsch ist. Zur Formulierung der Aussagen dürfen alle Unterlagen genutzt werden.
  3. Danach stehen sich die Gruppen gegenüber und präsentieren sich wechselseitig je eine Aussage. Also eine Gruppe beginnt und liest die erste Aussage vor. Die andere Gruppe darf sich ganz kurz abstimmen und gibt dann per Handzeichen zu erkennen, ob die Aussage als „wahr“ oder „falsch“ eingeschätzt wird. Ich arbeite mit „Daumen hoch“ für „wahr“ und „Daumen nach unten“ für „falsch“. Ist das korrekt und haben alle Gruppenmitglieder das gleiche Handzeichen gezeigt, erhält diese Gruppe einen Punkt.
  4. Danach ist die andere Gruppe dran und stellt eine ihrer Aussagen vor …

Der Charme dieser Methode besteht für mich in folgenden Punkten:

  • Der Wettbewerbs-Charakter sorgt dafür, dass sich die Lernenden wirklich sehr ins Thema vertiefen um möglichst kniffelige Aussagen zu formulieren und die andere Gruppe aufs Glatteis zu führen.
  • Da die Unterlagen genutzt werden dürfen, fühlt es sich einfach an.
  • Der Austausch in der Gruppe beim Formulieren unterstützt weiterhin das Durchdringen der Inhalte. Es werden Fragen aufgeworfen und dazu gezielt recherchiert.
  • Je trockener die Themen, umso eindeutiger die Antworten. Das erleichtert die Bewertung ungemein.
  • Die Methode kann bei jedem Thema und bei jeder Zielgruppe eingesetzt werden. Sie erfährt eine hohe Akzeptanz und aktiviert die Lernenden durchgängig.

Variationsmöglichkeiten und Zeitbedarf:

Wie viele Aussagen formuliert werden, hängt einfach vom zeitlichen Rahmen ab. Es können 3 sein oder 10.

Wie viel Zeit in der Vorbereitung benötigt wird, ist sehr unterschiedlich. Manche Gruppen sind super schnell, andere feilen ewig an jedem Wort. Aber 5 Aussagen in 15 Minuten sind absolut realistisch.

Eine konkrete Variation: Ich bereite als Trainer selbst einige Aussagen vor. Das spart Vorbereitungs-Zeit der Teilnehmer.

Braucht eine Gruppe zu lange, um sich zu entscheiden, zähle ich von 5 rückwärts. Gibt es auch dann keine Aussage, ist die Chance auf einen Punkt vertan.

Manchmal ergibt es sich, dass ich als Trainer passend zu den formulierten Aussagen nochmal Input ergänze oder inhaltlich schärfe.

Die Methode braucht Zeit – von der Erklärung der Aufgabenstellung bis zur Durchführung und Auswertung gehen leicht (je nach Anzahl der Fragen) 45 Minuten ins Land.

Diese Methode stellen wir im Rahmen der Trainerausbildung im Modul „Zaubern“ vor.


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